Mit der Eroberung Kabuls haben die Taliban 20 Jahre nach ihrem Sturz wieder die Macht in Afghanistan übernommen. Dass sie sich in ersten öffentlichen Statements gemäßigter zeigen, wird von internationalen Beobachtern mit viel Skepsis beurteilt. Grund dafür ist unter anderem auch, dass an der Spitze der Miliz vor allem jene Männer stehen, die in den vergangenen Jahrzehnten für Terrorangriffe und Gräueltaten im Namen des Islam verantwortlich gemacht werden.
Die EU wird nach Einschätzung ihres Außenbeauftragten Josep Borrell einen Dialog mit den neuen Machthabern in Afghanistan aufnehmen müssen. „Die Taliban haben den Krieg gewonnen, also werden wir mit ihnen reden müssen“, sagte er am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der EU-Außenminister.
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) kann sich nun doch vorstellen, etwa bei Veranstaltungen nur mehr Geimpfte einzulassen und damit auf eine „1-G-Regel“ umzusteigen. Am Sonntag hatte er zu einer entsprechenden Forderung des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) noch gemeint, die Diskussion komme „zu früh“. In der ZIB am Dienstag hielt Mückstein eine entsprechende Änderung für möglich.
In Herve Le Telliers am Dienstag auf Deutsch erschienenen Roman „Die Anomalie“ geschieht das Unmögliche: Ein und dasselbe Flugzeug landet zweimal, und plötzlich stellen sich für Passagiere und Behörden existenzielle Fragen. Der Roman, der mühelos Science-Fiction, Thriller und Komödie verbindet, wurde in Frankreich mit dem wichtigen Prix Goncourt ausgezeichnet.