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„Schattenkanzler“ oder Abschied auf Raten?

Wer die Krise hat, muss den Kalauer nicht suchen. „Kurz-Schluss“, „Kurz mal weg“, lauteten nur einige der Stilblüten seit Samstagnacht. Die Rettung vor der Koalitionskrise (manche sagen Staatskrise) in vorletzter Minute ist rasch zum Kampf um die Deutungshoheit geworden. Alte Abhängigkeiten oder Abrechnungsmotive verpuppen sich in der Interpretation der Vorgänge. Ist Kurz jetzt „Schattenkanzler“? Oder ist sein Rückzug vom Samstag tatsächlich ein Abschied auf Raten, weil man, Unschuldsvermutung hin oder her, mit dieser Indizienlage in einem westeuropäischen Land schwer Spitzenrepräsentant eines Staates sein kann? Während weiter regiert und eine Steuerreform gerettet werden soll, ist mit wenig Beruhigung zu rechnen.

Koalition gerettet – aber für wie lange?

Mit dem Rückzug von Sebastian Kurz (ÖVP), der für Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) auf dem Kanzlersessel Platz macht, ist die Regierungskrise vorerst abgewendet. Doch wie es tatsächlich nun weitergeht, bleibt unklar. Wie sich das Koalitionsklima entwickelt, wird wohl auch davon anhängen, wie Kurz seine neue Rolle als Klubchef ausfüllt. Und jederzeit können die Ermittlungen – oder gar neue Enthüllungen – in der ÖVP-Affäre für neuen Zündstoff sorgen.

Koalition gerettet, aber viele Fragen offen

Mit dem Rückzug von Sebastian Kurz (ÖVP), der für Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) auf dem Kanzlersessel Platz macht, ist die Regierungskrise vorerst abgewendet. Doch wie es tatsächlich nun weitergeht, bleibt unklar. Wie sich das Koalitionsklima entwickelt, wird wohl auch davon abhängen, wie Kurz seine neue Rolle als Klubchef ausfüllt. Und jederzeit können die Ermittlungen – oder gar neue Enthüllungen – in der ÖVP-Affäre für neuen Zündstoff sorgen.