Bei einer Massenpanik bei einem jüdischen Fest im Norden Israels sind nach offiziellen Angaben 44 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 150 Menschen wurden verletzt, dutzende von ihnen mussten ins Spital gebracht werden, mehrere schweben in Lebensgefahr. Rund 100.000 ultraorthodoxe Juden hatten auf dem Berg Meron das Lag-Baomer-Fest gefeiert. Behörden hatten die Teilnahme begrenzt, die Feiern aber trotz weiter vorherrschender Pandemie nicht verboten.
Public-Health-Experte Martin Sprenger hat mit ORF.at über die vergessenen Dimensionen der Coronavirus-Pandemie und über die Probleme mit Daten und deren Aussagekraft gesprochen. Und: Wie und wann kommen wir aus der Krise – und was lernen wir als Gesellschaft daraus? Das Interview in der Langfassung zum Nachlesen.
Der Public-Health-Experte Martin Sprenger sieht in der mangelhaften Berücksichtigung der sozialen Faktoren einen der größten Fehler in der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie. „Das hat viele Schäden unnötig verstärkt, aber auch den Erfolg vieler Maßnahmen deutlich geschwächt“, sagt er im Interview mit ORF.at. Weiters beklagt Sprenger die lückenhaften Daten und deren schlechte Qualität. Dennoch ist er zuversichtlich, dass das Infektionsgeschehen bald auf ein „akzeptables Hintergrundrauschen“ reduziert werden kann.
Hohe Lebensqualität, viel Grün, erschwingliche Mieten: Österreich und Wien insbesondere gelten in Europa als Insel der Seligen, wenn es ums Wohnen geht. Die Frage ist aber: Wie lange noch? Ein internationales Rechercheprojekt zeigt, wie finanzierbares Wohnen in ganz Europa unter Druck gerät. Im Zentrum stehen milliardenschwere Investmentfirmen – und Wien zählt zu einem ihrer begehrtesten Ziele.