„Uhren ohne Zeiger“, das Abstreifen aller Zeitlogiken, gelten im modernen Roman als große Leistung. In der realen Gesellschaft sieht das anders aus. Mit Homeoffice oder Kinderbetreuung daheim gehen Zeitbezüge verloren, kommen Zeitgefühl und Orientierung abhanden. Dass wir überhaupt so etwas wie eine kollektive Zeitwahrnehmung haben und die lineare Zeit mit offenem Ende zum Leitbild für unser Leben wurde, macht der Gesellschaft in Zeiten einer Pandemie zu schaffen. Wir haben verlernt, so scheint es, uns mit der Gegenwart abzufinden.
Fünf Monate nach seiner Vergiftung will der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny am Sonntag von Deutschland nach Russland zurückkehren. Die politische Führung Russlands steht nun vor der Frage, wie sie mit der Rückkehr umgehen soll. Nawalny droht bei seiner Ankunft die sofortige Festnahme.
Seit Freitag hat die Regierung sich intensiv mit Landeshauptleuten, Sozialpartnern und Wissenschaftlern über die weitere Vorgangsweise bei den CoV-Maßnahmen beraten. Noch Samstagabend gab es erneut mehrstündige Gespräche mit den Ländervertretern. Das Ergebnis will die Regierung am späten Sonntagvormittag bekanntgeben. Doch eine Verlängerung des harten Lockdowns ist sehr wahrscheinlich.
Der bis 24. Jänner geltende „harte“ Lockdown wird bis zum 7. Februar verlängert. Das sei das Ergebnis der Verhandlungen zwischen den Landeshauptleuten und der Bundesregierung am Samstagabend, wie die APA aus Verhandlerkreisen erfuhr. Danach wird schrittweise geöffnet, Gastronomie, Hotellerie und Veranstalter müssen sich allerdings noch bis Ende Februar gedulden.