Im Vorfeld der Ukraine-Krise hat Russland fast unbemerkt Belarus in seine Abhängigkeit gebracht. Nicht nur wurde Belarus durch gemeinsame Manöver mit Russland zu einem Aufmarschgelände der russischen Armee für den russischen Krieg gegen die Ukraine, auch sonst ist Belarus vom großen russischen Nachbarn abhängiger denn je. Der von der EU nicht als Präsident anerkannte belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hängt nun am Gängelband des russischen Präsidenten Wladimir Putin, so der Tenor.
Der Ausschluss Russlands aus dem Bankeninformationssystem SWIFT gilt als schärfste mögliche Sanktion des Westens im Rahmen der Reaktionen auf den Angriff auf die Ukraine. Nach anfänglichem Widerstand kann sich nun auch Deutschland eine „gezielte“ Einschränkung vorstellen.
Bühnenkunst ist keine Zauberei. In der Uraufführung von „Karoline und Kasimir – noli me tangere“ am Volkstheater inszeniert die New Yorker Off-Off-Truppe Nature Theater of Oklahoma den letzten Tag im Leben des Dramatikers Ödön von Horvath als Show mit rollschuhfahrenden Schneewittchen, schwadronierenden Hollywood-Regisseuren und Theaterklimbim.
„Die Freiheit Europas wird auch am Hindukusch verteidigt“, hieß es in der Begründung von militärischen Maßnahmen im Gefolge von 9/11. Jetzt, wo der Krieg in Europa angekommen ist und die Ukraine überfallen wurde, erwacht Europa langsam aus einem Traum. Und merkt, dass Appeasement-Haltungen in diesem Konflikt zu wenig sein werden. Russlands Staatschef Wladimir Putin führt nicht zuletzt den Europäern Versäumnisse der letzten 30 Jahre vor Augen. Am allermeisten den Deutschen. Und erteilt auch den Gründern der Sowjetunion eigentümliche Geschichtslektionen.