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Schüssel scheidet bei Lukoil aus

Nach zunehmender Kritik beendet Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) seine Tätigkeit im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Lukoil. Er werde seine „zweijährige Arbeit als Aufsichtsrat abschließen und aus dem Board of Directors ausscheiden“, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der APA am Freitag. Zuvor habe er noch auf eine Erklärung Lukoils zum Ukraine-Krieg gedrängt.

Experten zur Gefahrenlage

Sechs Reaktoren der Baureihe WWER-1000/320 zählt das rund 1.000 Kilometer von Österreichs Grenze entfernte AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine, in dem ein Trainingsgebäude bei Kämpfen zwischen ukrainischen und russischen Truppen in Brand geraten ist. Der Risikoforscher Nikolaus Müllner betont, dass die Anlage nicht mit Tschernobyl vergleichbar ist. Unmittelbare Gefahr für Österreich bestehe nicht.

Sorge um nukleare Sicherheit geht um

Nach dem – mittlerweile gelöschten – Brand in Europas größtem AKW Saporischschja beim Vormarsch russischer Truppen im Süden der Ukraine ist weltweit die Sorge um die nukleare Sicherheit gewachsen. Russische Truppen haben das Gelände erobert, bei den Kämpfen wurde ein Gebäude – kein Reaktor – in Brand gesetzt. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gibt es keine erhöhte Strahlung im AKW. IAEA-Chef Rafael Mariano Grassi will aber nun selbst hinreisen, um die Sicherheit der Anlage zu prüfen.