Die Mehrheit der EU-Staaten will schärfere Reaktionen gegen Russland auf „böswillige Handlungen“. Dazu gab es auf dem EU-Gipfel in der Nacht auf Freitag eine Einigung. Der Vorstoß der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin in den Dialog zu treten, wurde abgeschmettert.
Ein Tornado hat eine Spur der Verwüstung mit schwersten Schäden im Südosten Tschechiens hinterlassen. „Drei Menschen sind durch die schweren Unwetter gestorben“, sagte eine Sprecherin der regionalen Rettungsdienste im Fernsehsender CT. Hunderte Menschen wurden offenbar verletzt. Und auch in Niederösterreich forderten die Hagel- und Sturmunwetter den rund 1.600 Helfern einiges ab.
Am 25. Juni 1991 haben Slowenien und Kroatien ihren Ausstieg aus dem Staatsverband Jugoslawien verkündet und ihre Unabhängigkeit erklärt. Die Jugoslawische Armee ließ unmittelbar darauf Panzer an der Grenze auffahren, worauf auch das österreichische Bundesheer mit Truppenverlegungen reagierte. Während Belgrad Slowenien nur wenige Tage später in die Unabhängigkeit entließ, wurden Kroatien und weitere Teile des im Zerfall befindlichen Vielvölkerstaates für Jahre zum Schauplatz eines verheerenden Krieges.
Auf dem EU-Gipfel am Donnerstag hat es eine ganze Reihe an Themen gegeben: Neben Russland drehten sich die Gespräche der EU-Staatschefs auch um Migration und freilich die Pandemie. Besonders scharfe Töne gab es allerdings in der Diskussion um das jüngst beschlossene ungarische Gesetz zur Einschränkung von Informationen über Homo- und Transsexualität. Dabei wurde auch Ungarns EU-Mitgliedschaft offen hinterfragt.