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Die Neuerfindung der Bundesländer

Dass in der heimischen Politik mit den Landeshauptleuten im Boot vieles geht, ohne sie nichts, hat gewachsene Gründe. In den Geburtsstunden der Ersten und Zweiten Republik spielten starke Landeshauptleute eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Politlandschaft. Doch die Wurzeln für die Rolle der Landeshauptleute reichen tiefer, wie der Blick auf den ersten Salzburger Landeshauptmann zeigt. Mit dem „Februarpatent“ 1861 wurden die Landesverwaltung neu aufgestellt, Bundesländer wie Salzburg und auch Oberösterreich als Verwaltungseinheiten neu eingerichtet; ab 1867 kamen die Bezirke dazu. Obwohl ursprünglich anders gedacht, wurden die Länder gerade in den November-Tagen 1918 die entscheidenden Träger der Realpolitik.

Fluch und Chance für Bayerns Thermen

Pünktlich zu Beginn der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs hat Bayern seine Covid-19-Maßnahmen trotz steigender Fallzahlen gelockert. Die Kur- und Thermenregion Niederbayern – mit auch für Oberösterreicher und Salzburger beliebten Zielen wie Bad Griesbach und Bad Füssing – hält trotzdem an strengen Hygienekonzepten fest. Vom Fluch könnte die Pandemie aber zur neuen Chance für die Region werden.

Köstinger im Clinch mit Supermarktketten

Zwischen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und dem Lebensmittelhandel hängt der Haussegen schief. Grund sind Vorwürfe, die großen Supermarktketten ließen den Bäuerinnen und Bauern keine Chance gegen deren Übermacht, es herrschten teils „erpresserische Zustände“ in Sachen Preispolitik. Die Landwirte stellten sich hinter die Ministerin, der Handel reagierte empört.