Angesichts der Vorwürfe gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und die Volkspartei soll am Dienstag eine Sondersitzung des Nationalrats stattfinden. Darauf einigten sich die Parlamentsparteien Donnerstagnachmittag, wie es hieß. Zuvor hatten SPÖ, FPÖ und NEOS scharfe Kritik an Kurz geübt und geschlossen dessen Rücktritt gefordert. Im Raum steht ein gemeinsamer Misstrauensantrag gegen den Bundeskanzler.
Seit dem Bekanntwerden der Korruptionsermittlungen gegen die ÖVP scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen. Während sich die ÖVP geschlossen hinter Parteichef und Bundeskanzler Sebastian Kurz stellte, forderte die Opposition seinen Rücktritt. Die Grünen hielten sich bisher bedeckt, Kurz selbst will laut einem Medienbericht am Nachmittag eine Stellungnahme abgeben.
Nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Hausdurchsuchungen in Bundeskanzleramt, ÖVP-Zentrale und Finanzministerium hat sich am Donnerstag die Opposition mit scharfer Kritik zu Wort gemeldet. „Österreich braucht einen Neuanfang“, sagte SPÖ-Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner. FPÖ-Chef Herbert Kickl nannte Kurz „als Kanzler untragbar“, NEOS-Obfrau Beate Meinl-Reisinger erklärte: „So kann es nicht weitergehen.“ Alle drei forderten geschlossen Kurz‘ Rücktritt.
Der Autor Abdulrazak Gurnah (geb. 1948) aus Sansibar erhält überraschend den Literaturnobelpreis 2021. Diese Entscheidung gab die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekannt.
Der Autor Abdulrazak Gurnah (geb. 1948) aus Sansibar erhält überraschend den Literaturnobelpreis 2021. Diese Entscheidung gab die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekannt. Die Wahl für einen nicht westlichen Autor wird indes schon länger erwartet: Mit Gurnahs Wahl löst die Akademie das schon 2018 gemachte Versprechen ein, den Blick endlich wieder über den westlichen Tellerrand zu heben.